Über Honig

Honig ist ein Naturprodukt ohne jegliche Zusätze. Er enthält Fruchtzucker, Traubenzucker, Aminosäuren, Fermente, Inhibine, Vitamine, Mineralstoffe sowie diverse Spurenelemente und sollte in keiner gesunden Ernährung fehlen.

Die Honigbienen erzeugen Honig, indem sie Nektar aus Blüten oder so genannten Honigtau sammeln, einen zuckerhaltigen Saft, der Blätter und Nadeln bedeckt.

Die von den Bienen besuchten Pflanzen, die sogenannte Tracht, prägen die späteren Honigeigenschaften. Aus diesem Grund erfolgt die Sortenbezeichnung nach der botanischen Herkunft. Von ihr hängen die Farbe, Geruch und Geschmack sowie die Konsistenz des Honigs ab.

Zu den häufig gestellten Fragen - FAQ

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Blütenhonigen und Honigtauhonigen.

Für die allgemein als Blütenhonig bezeichneten Honige sammeln die Bienen überwiegend den von Pflanzen erzeugten Nektar. Der Nektar ist eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die die Pflanzen an den so genannten Nektarien den Bienen und auch anderen Insekten anbieten. Die Nektarien befinden sich hauptsächlich in den Blüten, bei bestimmten Pflanzen sind Nektarien auch außerhalb der Blüten, z.B. an Stielen oder Blatträndern vorhanden.

Für die allgemein als Honigtauhonig bezeichneten Honige sammeln die Bienen überwiegend den an Blättern oder Nadeln anhaftenden Honigtau. Dieser entsteht hauptsächlich durch Blattläuse und Rindenläuse, die mit ihrem Rüssel in die Pflanze eindringen und sich vom Pflanzensaft ernähren. Ein Großteil des Pflanzensafts kann von den kleinen Tieren oft nicht verarbeitet werden und findet sich deshalb auf den Blättern und Nadeln wieder, wo er für die Bienen ebenfalls eine Nahrungsquelle darstellt.

Aufgrund des hohen Wassergehalts sind Nektar und Honigtau jedoch noch nicht haltbar. Um einen „reifen“ und haltbaren Honig zu erzeugen, lagern die Bienen den gesammelten Nektar oder Honigtau immer wieder in verschiedenen Zellen der Waben des Bienenstocks ein. Dabei fügen die Bienen eigene, spezifische Stoffe hinzu. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Enzyme, die für die Umwandlung von Nektar oder Honigtau zu Honig verantwortlich sind. Erst wenn der Honig reif und haltbar ist, werden die Zellen von den Bienen mit einem dünnen Wachsdeckel verschlossen.

Imker ernten den Honig üblicherweise durch Schleudern der Waben. Dem so gewonnenen Honig wird nichts entzogen und nichts hinzugesetzt. Feinschmecker schätzen den Honig in seiner natürlichsten Form: als Wabenhonig. Das sind von Bienen gebaute und mit Honig gefüllte Waben, die als Wabenstücke erhältlich sind.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Bio-Honig von konventionellem Honig?

Der Unterschied zwischen Bio-Honig und konventionellem Honig liegt in der Imkerei. Beispielsweise dürfen die Imker bei ökologisch erzeugtem Honig für die Bienenstöcke nur Naturmaterialien wie Holz oder Stroh verwenden. Außerdem befinden sich die Standorte der Bienenvölker in Naturlandschaften oder ökologisch bewirtschafteten Gebieten.

Wie werden die verschiedenen Sortenhonige geerntet?

Zum einen blühen die verschiedenen Pflanzenarten nicht zur selben Zeit, sodass es aufgrund der zeitlichen Abfolge zu einer Trennung der unterschiedlichen Honigsorten kommt. Beispielsweise blühen die Rapsfelder im Frühjahr und die Sonnenblumen im Sommer. Zum anderen macht der Imker sich eine Eigenschaft der Bienen zu Nutze - die Blütenstetigkeit. Die Bienen sammeln so lange den Nektar von den gleichen Pflanzen, bis sie dort nichts mehr finden. Erst danach fliegen sie zu Blüten von anderen Pflanzen.

Wie wird auskristallisierter Honig wieder flüssig?

Die Kristallisation ist bei Honig ein natürlicher Vorgang und setzt je nach Honigsorte früher oder später ein. Die Qualität des Honigs wird hierdurch jedoch nicht beeinträchtigt. 

Wenn Sie Honig lieber flüssig mögen, erwärmen Sie den Honig im Wasserbad unter gelegentlichem Umrühren. Die Temperatur sollte dabei 40°C nicht übersteigen, damit die wärmeempfindlichen Inhaltsstoffe des Honig erhalten bleiben. 

Was unterscheidet flüssigen von cremigem Honig?

Die beiden hauptsächlich von Natur aus im Honig enthaltenen Zuckerarten sind Fruchtzucker und Traubenzucker. Von diesen beiden Zuckerarten sorgt der Traubenzucker für das Kristallisieren. In dem Nektar, den die Bienen von den Pflanzen sammeln, sind die beiden Zuckerarten je nach Pflanzenart in unterschiedliche Konzentrationen vorhanden. Sind Traubenzucker und Fruchtzucker zu gleichen Teilen im Honig enthalten, wird er schnell kristallisieren. Bei einem größeren Fruchtzuckeranteil bleibt der Honig länger flüssig.

Woraus besteht Honig?

Honig ist ein reines Naturprodukt, dem nichts entzogen und nichts hinzugesetzt wird. So schreibt es die deutsche Honigverordnung vor und daran halten wir uns selbstverständlich. Honig enthält Fruchtzucker, Traubenzucker, Aminosäuren, Fermente, Inhibine, Vitamine, Mineralstoffe sowie diverse Spurenelemente.

Wie sollte Honig gelagert werden?

Honig sollte lichtgeschützt bei Raumtemperatur gelagert werden. Da Honig leicht Fremdgerüche annimmt, sollte das Glas oder die Spendeflasche stets verschlossen sein.

Wie lange ist Honig haltbar?

Honig ist aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung nahezu unbegrenzt haltbar. Da es sich bei Honig um ein Lebensmittel handelt, ist die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums jedoch gesetzlich vorgeschrieben.

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